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Fehlstart perfekt! Schröders OKC verliert trotz Westbrook-Comeback

Die Oklahoma City Thunder haben die nächste Pleite in der NBA kassiert.

Das Team um Dennis Schröder verlor auch das dritte Saisonspiel gegen die Sacramento Kings mit 120:131. Superstar Russell Westbrook feierte nach langer Verletzungspause zwar sein Comeback und überzeugte mit einer starken Performance, konnte die dritte Niederlage im dritten Spiel aber nicht verhindern. (Spielplan der NBA)

Mit 32 Punkten war der Point Guard bester Werfer der Thunder. Von eventuellen Beeinträchtigungen nach seiner Knie-Operation im Sommer war nichts zu erkennen. Westbrook hatte die ersten beiden Saisonspiele aufgrund der OP verpasst.

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Iman Shumpert überzeugt

Auf Seiten der Sacramento Kings lief Iman Shumpert von Beginn an heiß. Der Shooting Guard überzeugte mit 26 Punkten, drei Rebounds und vier Assists.

Nach zwischenzeitlichem 17-Punkte-Rückstand kämpften sich die Thunder im letzten Viertel zurück, zu einem Sieg reichte es dennoch nicht.

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Schröder anfangs auf der Bank

Für Rückkehrer Westbrook musste Schröder aus der Starting Five weichen. Der deutsche Nationalspieler kam trotzdem auf 32 Minuten Einsatzzeit, stand mit 14 Punkten aber deutlich im Schatten seines unangefochtenen Star-Kollegen.

Posted: 22 October 2018 | 6:59 am

Brees knackt nächsten Mega-Rekord - Rams marschieren

In der Vorwoche hatte sich New Orleans' Quarterback Drew Brees noch den Rekord für die meisten Passing Yards in der NFL unter den Nagel gerissen.

Jetzt hat der 39-Jährige beim dramatischen 24:23-Comebacksieg der Saints gegen die Baltimore Ravens die nächste Schallmauer durchbrochen: Brees Touchdown-Pass auf Tight End Benjamin Watson im zweiten Viertel war der 500. seiner Karriere. Damit wird der Routinier Mitglied eines äußerst elitären Clubs: Mit Peyton Manning, Tom Brady und Brett Favre knackten vor ihm erst drei weitere Quarterbacks diese Marke.

Im vierten Viertel legte Brees sogar noch Touchdown-Pass Nummer 501 auf Receiver Michael Thomas nach. "Es ist ein bedeutender Meilenstein. Aber wenn man sich darauf konzentriert Football-Spiele zu gewinnen und immer fokussiert bleibt, dann passieren diese Dinge einfach nebenbei", zeigte sich der Rekordmann im Anschluss bescheiden.

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Dabei hatten die Saints Brees' Touchdown-Pässe im Krimi gegen die Ravens dringend nötig. Zu Beginn des Schlussviertels lag der Super-Bowl-Kandidat nämlich noch mit 7:17 zurück. Dann aber drehten Brees und Co. noch einmal auf: Erst tankte sich Saints-Runnungback Alvin Kamara in die Endzone durch, dann fand der Rekord-Quarterback Thomas in der Endzone und zwei Minuten vor dem Ende erhöhte Kicker Will Lutz auf 24:17 für die Saints.

Ravens-Kicker versagen die Nerven

Doch die Ravens waren noch nicht geschlagen: Quarterback Joe Flacco führte den Super-Bowl-Champ von 2013 in der verbleibenden Zeit noch übers ganze Feld und brachte 24 Sekunden vor dem Ende sogar seinen insgesamt zweiten Touchdownpass des Abends auf Receiver John Brown an. 

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Doch Baltimores erfahrenem Kicker Justin Tucker versagten im Anschluss die Nerven. Den Extrapunkt zum möglichen 24:24-Ausgleich setzte der 28-Jährige neben die Pfosten, New Orleans' Zittersieg war perfekt.

Es war Brees' erster Erfolg im fünften Anlauf gegen die Ravens. Damit hat der Spielmacher in seiner 17 Jahre langen NFL-Karriere nun jedes Team mindestens einmal geschlagen.

Rams bleiben ungeschlagen

Die Los Angeles Rams pflügen indes weiter durch die Liga. Das einzige noch ungeschlagene Team der NFL ließ beim 39:10 gegen die San Francisco 49ers überhaupt nichts anbrennen.

Überragender Akteur beim Kantersieg der Rams war wieder einmal Runningback Todd Gurley mit drei Touchdowns.

Mit einem Kantersieg haben sich auch die Kansas City Chiefs zurück in die Erfolgsspur katapultiert. Das Team um Quarterback-Shootingstar Patrick Mahomes nahm die Cincinnati Bengals beim 45:10 regelrecht auseinander.

Touchdown-Rekord für Mahomes

Der 23-Jährige fügte seinen bisherigen 18 Touchdown-Pässen in dieser Saison vier weitere hinzu. Mehr Pässe in die Endzone waren zuvor keinem anderen Quarterback nach nur sieben Spielen gelungen.

"Ich hatte schon damit gerechnet, dass wir erfolgreich sind. Aber vielleicht nicht, dass wir gleich so erfolgreich sind", sagte Mahomes nach dem sechsten Saisonsieg der Chiefs.

Insgesamt brachte Mahomes gegen die bemitleidenswerten Bengals 28 von 39 Pässen für 358 Yards an. Matchwinner für Kansas City war neben dem Spielmacher Running Back Kareem Hunt, der gleich für drei Touchdowns verantwortlich zeichnete.

Die Partien der 7. Woche in der Übersicht:

Donnerstag, 18. Oktober:
Arizona Cardinals - Denver Broncos 10:45

Sonntag, 21. Oktober:
Los Angeles Chargers - Tennessee Titans 20:19

Chicago Bears - New England Patriots 31:38
Indianapolis Colts - Buffalo Bills 37:5
Miami Dolphins - Detroit Lions 21:32
New York Jets - Minnesota Vikings 17:37
Philadelphia Eagles - Carolina Panthers 17:21
Tampa Bay Buccaneers - Cleveland Browns 26:23
Jacksonville Jaguars - Houston Texans - 7:20

Baltimore Ravens - New Orleans Saints - 23:24

San Francisco 49ers - Los Angeles Rams 10:39
Washington Redskins - Dallas Cowboys - 20:17

Montag, 22. Oktober:
Kansas City Chiefs - Cincinnati Bengals - 45:10

Dienstag, 23. Oktober:
Atlanta Falcons - New York Giants - 02.15 Uhr

Posted: 22 October 2018 | 6:57 am

Nach Prügel-Eklat: NBA spricht Strafen aus

Nach der Keilerei im Top-Spiel der Western Conference zwischen den Los Angeles Lakers und den Houston Rockets, das die Texaner mit 124:115 für sich entschieden, hat die NBA Strafen verhängt.

Am härtesten trifft es Lakers-Forward Brandon Ingram, der für vier Spiele suspendiert wird. Teamkollege Rajon Rondo muss drei Spiele zuschauen, Rockets-Superstar Chris Paul bekommt eine Zwangspause von zwei Spielen aufgebrummt.

Die Liga machte Ingram als Initiator der Situation aus: "Ingram wird suspendiert, weil er aggressiv aufs Spielfeld zurückkehrte und zur Eskalation der Auseinandersetzung beitrug." Der 21-Jährige habe Paul einen Faustschlag verpasst, Houstons James Harden geschubst und einen Offiziellen in feindseliger Art und Weise angegangen.

Mehr Infos folgen.

Posted: 22 October 2018 | 6:23 am

WTA Finals: Kerber greift ein

Bei ihrer letzten Teilnahme an den WTA Finals musste sich Angelique Kerber 2016 erst im Finale geschlagen geben - diesmal will sie den perfekten Abschluss eines tollen Tennisjahres schaffen.

Das Turnier in Singapur ist nach den vier Grand Slams das wichtigste Turnier des Jahres, an dem nur die in diesem Jahr acht besten Tennisspielerinnen der Welt teilnehmen dürfen.

Gruppenphase bei den WTA Finals 

Im Gegensatz zu den anderen WTA-Turnieren beginnt dieses Turnier dabei zunächst mit einer Gruppenphase. Die besten zwei Spielerinnen jeder Gruppe ziehen ins das Halbfinale ein und kämpfen dort um den Einzug ins Finale.

Die Auslosung am Freitag, bei der sich alle Damen noch einmal in Schale geworfen hatten, ergab, dass es Kerber in ihrer Roten Gruppe mit Naomi Osaka (Japan), Sloane Stephens (USA) und der für Halep nachgerückten Kiki Bertens (Niederlande) zu tun bekommt.

Damit hat Kerber die vermeintlich schwierige Auslosung erwischt. Denn Osaka und Bertens zählen zu den aktuell formstärksten Spielerinnen auf der Tour und gegen die unberechenbare Stephens hat Kerber das letzte Mal 2012 gewonnen. Seitdem hat sie alle vier Aufeinandertreffen glatt verloren.

Kerber geht Angstgegnerin aus dem Weg

Zumindest geht Kerber ihrer Angstgegnerinnen Elina Svitolina aus dem Weg, die sechs Partien in Folge gegen Kerber gewonnen hat. Zuletzt präsentierte sich die Ukrainerin aber ebenso wenig in Form wie ihre tschechische Gruppengegnerin Petra Kvitova.

Die weiteren Spielerinnen in der Weißen Gruppe sind Titelverteidigerin Caroline Wozniacki (Dänemark) und Karolina Pliskova (Tschechien), die mit dem Turniersieg in Peking bzw. dem Finaleinzug in Tianjin zuletzt aufsteigende Form bewiesen, nachdem sie zuvor bei einigen Turnieren früh die Segel hatten streichen müssen

SPORT1+ überträgt das Turnier ab Sonntag um 11 Uhr LIVE. Insgesamt sind aus dem Singapoor Indoor Stadium in Kallang mehr als 31 Livestunden Tennis zu sehen. Die Halbfinalspiele werden am Samstag, 27. Oktober, ab 10 Uhr beziehungsweise ab 13 Uhr LIVE gezeigt. Das Finale überträgt SPORT1+ am Sonntag, 28. Oktober, LIVE ab 12:30 Uhr.

Der Spielplan:

Sonntag, 21. Oktober:
Petra Kvitova (Tschechien) - Elina Svitolina (Ukraine) 3:6, 3:6
13.30 Uhr: Caroline Wozniacki (Dänemark) - Karolina Pliskova (Tschechien) 2:6, 4:6

Montag, 22. Oktober:
13.30 Uhr: Naomi Osaka (Japan) - Sloane Stephens (USA) - LIVE im TV auf SPORT1+
nicht vor 14.45 Uhr: Angelique Kerber (Deutschland) - Kiki Bertens (Niederlande) - LIVE im TV auf SPORT1+

So können sie die WTA Finals LIVE verfolgen.

TV: SPORT1+
Stream: SPORT1+, DAZN
Liveticker: SPORT1.de

Posted: 22 October 2018 | 5:51 am

NASCAR: Chase Elliott gewinnt Kansas - "Round of 8" der Playoffs steht

Im Kampf um den Titel in der Monster Energy NASCAR Cup Series 2018 ist die zweite von vier Playoff-Stufen am Sonntag packend zu Ende gegangen.

Beim Hollywood Casino 400 auf dem Kansas Speedway in Kansas City setzte sich Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet) in einem späten Dreikampf um den Sieg gegen Kyle Busch (Gibbs; 2.) und Kyle Larson (Ganassi-Chevrolet; 3.) durch.

Für Elliott ist es nach Dover vor zwei Wochen bereits der zweite Sieg in der "Round of 12" der Playoffs. Der Einzug in die "Round of 8" war ihm schon vor dem Rennstart am Sonntag sicher. Im Gegenzug ist der Traum vom Titel für vier Fahrer ausgeträumt, weil sie eben diesen Einzug in die "Round of 8" verpasst haben.

Stage 1: Logano vorn - Harvick in nächster Playoff-Runde

Am Himmel über dem Kansas Speedway war keine Wolke zu sehen, allerdings lag die Lufttemperatur selbst bei bestem Sonnenschein nur im Bereich von 15 Grad Celsius. Polesitter Joey Logano (Penske-Ford) führte das Feld auf die 267 Runden lange Reise. Erster Verfolger des Spitzenreiters war Penske-Teamkollege Ryan Blaney, der beim Start des Rennens außerhalb der virtuellen Top 8 für das Weiterkommen im Titelkampf lag.

Nach dem ersten Boxenstopp-Durchgang, der vom Großteil des Feldes um Runde 40 herum unter Grün eingelegt wurde, führte Logano weiterhin vor Blaney. Für die erste Gelbphase im Rennen sorgte in Runde 57 ein Motorschaden am Hendrick-Chevrolet von William Byron. Somit ging es vor der ersten Stage-Flagge ein zweites Mal an die Box. Blaney setzte wie Ricky Stenhouse (Roush-Ford), Aric Almirola (Stewart/Haas-Ford), Brad Keselowski (Penske-Ford) und Jamie McMurray (Ganassi-Chevrolet) auf nur zwei neue Reifen und übernahm die Führung.

Logano und Co. aber hatten mit vier frischen Reifen mehr Grip. Während Blaney den Restart gewann, schob sich Logano von der sechsten direkt auf die zweite Position nach vorn. Acht Runden vor Ende von Stage 1 ging Logano an Blaney vorbei, übernahm damit wieder die Spitze und gewann dieses erste Rennsegment.

Zweiter in Stage 1 wurde Kevin Harvick (Stewart/Haas-Ford), der damit genügend Bonuspunkte sammelte, um seinen Einzug in die "Round of 8" der Playoffs bereits vor dem zweiten Rennsegment sicherzustellen. Blaney wurde von Harvick noch auf den dritten Rang von Stage 1 verdrängt, holte damit aber ebenfalls Bonuspunkte. Indes sah Keselowski, der beim Rennstart wie Blaney außerhalb der Top 8 der Tabelle lag, die erste Stage-Flagge nach 80 Runden nur als 16. und holte damit keine Bonuspunkte.

Stage 2: Harvick vorn - Kyle Busch in nächster Playoff-Runde

Beim Boxenstopp unter Gelb nach Ende von Stage 1 behielt Joey Logano die Führung, während dahinter Kevin Harvick und Ryan Blaney ihr Duell um Rang zwei fortsetzten. Der Penske-Pilot setzte sich für den Moment durch und stellte damit die anfängliche Doppelführung für das Team wieder her. Einige Runden später war wieder Harvick am Zug, dann wieder Blaney. Das Duell der beiden zog sich im Rücken von Spitzenreiter Logano bis zum Routinestopp kurz nach der 120. Runde hin.

Eben dieser Routinestopp unter Grün lief für Kurt Busch (Stewart/Haas-Ford) nicht routiniert. Die Crew ließ ein Rad kurzzeitig unbeachtet und sorgte damit für eine Durchfahrtsstrafe für den älteren Busch-Bruder, der noch alles andere als sicher in der nächsten Playoff-Stufe stand. Eben dieses Wackeln in Bezug auf das Weiterkommen im Titelkampf galt auch für Buschs Stewart/Haas-Teamkollege Clint Bowyer und auch für Vorjahreschampion und Vorjahressieger Martin Truex Jr. (Furniture-Row-Toyota).

Da auch Keselowski dringend (Bonus-)Punkte brauchte, stellte dessen Crewchief Paul Wolf nun die Strategie um. Nach P16 in Stage 1 wurde der Boxenstopp diesmal lange hinausgezögert. Erst in Runde 139 stoppte Keselowski in Führung liegend. Zumindest in Bezug auf dieses Rennsegment sollte sich das aber nicht auszahlen, weil eine weitere Gelbphase vor Ende von Stage 2 ausblieb.

Derweil trugen Harvick und Blaney ihr Duell nun direkt vor Logano aus, weil sie beim Boxenstopp unter Grün beide am Stage-1-Sieger vorbeigekommen waren. Damit ging es im Zweikampf Stewart/Haas vs. Penske nun um die Führung im Rennen. Harvick behielt die Oberhand und holte sich den Sieg in Stage 2 vor Blaney und Logano. Mit P5 stellte nach Harvick nun auch Kyle Busch seinen Einzug in die "Round of 8" der Playoffs schon vor Rennende sicher. Keselowski indes verpasste als 13. auch in diesem zweiten Rennsegment Bonuspunkte.

Stage 3: Harvick "geblitzt" - Spannung im Playoff-Kampf

Das entscheidende Rennsegment begann mit Boxenstopp unter Gelb, bei dem Kevin Harvick die Führung ebenso behielt wie beim folgenden Restart. Der Stewart/Haas-Pilot bestimmte das Tempo in dieser Phase des Rennens nach Belieben. Indes musste das Penske-Duo Ryan Blaney und Joey Logano nun abreißen lassen. Der dank seines Dover-Sieges bereits sicher in der nächsten Playoff-Stufe stehende Chase Elliott übernahm die Rolle des Harvick-Verfolgers.

Aber auch Kyle Larson setzte sich in Szene und kämpfte um seine letzte Chance, die "Round of 8" der Playoffs doch noch zu erreichen. Nach Freitagscrash vom Ende der Startaufstellung losgefahren, arbeitete er sich langsam, aber beständig in Richtung Spitze vor. Nach 200 der 267 Rennrunden lag Larson in den Top 5, doch angesichts der in den Stages eingefahrenen Bonuspunkte von Blaney und Co. war klar, dass Larson das Rennen würde gewinnen müssen, um die Eliminierung aus dem Titelkampf zu vermeiden. In beinahe derselben Lage befand sich nun Brad Keselowski.

In Runde 205 gab es eine Schrecksekunde für Blaney, als er an dritter Stelle liegend die Mauer streifte. Trotz P3 und P2 in Stage 1 und 2 wackelte der Fahrer des #12 Penske-Ford bezüglich Weiterkommen im Titelkampf noch immer beträchtlich, zumal er wenige Runden später die Mauer erneut streifte und zurückfiel. Aber auch für die Stewart/Haas-Piloten Kurt Busch und Clint Bowyer sowie für Furniture-Row-Einzelkämpfer Martin Truex Jr. war das Thema Playoffs weiterhin eine äußerst wackelige Angelegenheit.

Als es gut 50 Runden vor der Karierten Flagge zum letzten Routinestopp unter Grün an die Box ging, fing sich Spitzenreiter Harvick eine Strafe für zu schnelles Fahren ein. Weil er sein Weiterkommen in den Playoffs aber schon mit dem Stage-1-Sieg sichergestellt hat, konnte es der Stewart/Haas-Pilot verschmerzen. Indes blieb Keselowski wie schon in Stage 2 am längsten auf der Bahn und hoffe abermals auf eine Gelbphase. Weil diese auch 40 Runden vor dem Ziel auf sich warten ließ, musste Keselowski doch wie alle anderen unter Grün stoppen.

Spannender Dreikampf um den Rennsieg

Aufgrund Harvicks Durchfahrtsstrafe und Keselowskis spätem Boxenstopp übernahm nun Elliott die Führung im Rennen. Dahinter lag der nun sicher in der "Round of 8" stehende Kyle Busch. Ihm folgte Larson, der weiter verbissen um seine letzte Chance kämpfte und dazu wie so oft gerne die ganz obere Rennlinie direkt an der Mauer wählte. 21 Runden vor Schluss kam diese Mauer zu nahe, allerdings nicht Larson, sondern Jimmie Johnson, der seinen Hendrick-Chevrolet auf der oberen Rennlinie in die Mauer setzte. Der bereits vor drei Wochen aus dem Titelkampf 2018 eliminierte siebenmalige NASCAR-Champion schaffte es aber zurück an die Box. Eine Gelbphase blieb aus.

Johnsons Hendrick-Teamkollege Elliott geriet derweil im Kampf um den Rennsieg unter Druck. Denn von hinten kam Kyle Busch mit Riesenschritten näher. Zehn Runden vor Schluss betrug der Abstand zwischen den beiden weniger als eine Sekunde. Der Gibbs-Pilot verkürzte den Rückstand weiter, musste aber auch den Rückspiegel im Auge behalten, denn auch Larson hatte noch nicht aufgegeben.

Drei Runden vor Schluss waren Elliott, Busch und Larson allesamt nur durch eine Sekunde getrennt. Einen Angriff konnte aber weder Busch noch Larson noch setzen. So ging das Rennen mit Elliotts drittem Saisonsieg 2018 und seinem zweiten in der "Round of 12" der Playoffs zu Ende.

Gerettet haben sich in die "Round of 8" auch Truex Jr. mit Platz fünf, Logano mit Platz sechs, Bowyer mit Platz 13 sowie Kurt Busch mit Platz 18 und einer Runde Rückstand nach seiner Strafe. Almriola, der Zehnter wurde, war genau wie Sieger Elliott, Kyle Busch (2.) und Harvick (12.) ohnehin weiter.

Titelchance ade für Blaney, Keselowski, Larson, Bowman

Ryan Blaney, Brad Keselowski, Kyle Larson und Alex Bowman sind im Gegenzug die vier Piloten, die das Weiterkommen in die "Round of 8" der Playoffs nicht geschafft haben und ihre Titelträume damit auf dem Kansas Speedway begraben müssen.

Den Penske-Piloten Blaney und Keselowski, die noch in der "Round of 16" jeweils ein Rennen gewonnen hatten, reichten die Plätze sechs und sieben im entscheidenden Rennen der "Round of 12" nicht, um ihre Titelchancen weiter am Leben zu halten. Keselowski büßte dabei vor allem für die verpassten Bonuspunkte, Blaney für seine beiden späten Mauerkontakte.

Ganassi-Pilot Larson startete nach Trainingscrash im Ersatzauto und somit vom Ende des Feldes. In Stage 1 blieb er ohne Bonuspunkte, weil der die Top 10 verpasste. In Stage 2 wurde Larson als Sechster gewertet. Die Zielflagge sah er auf Platz drei. Dies reichte aber nicht mehr, den großen Punkterückstand wettzumachen, um im Titelkampf verbleiben zu können. Larson hätte das Rennen gewinnen müssen.

Hendrick-Pilot Bowman streifte in Runde 25 als erster Fahrer im Rennen die Mauer, blieb aber zunächst auf der Strecke. Das für ihn nur mit dem Rennsieg möglich gewesene Weiterkommen in den Playoffs rückte mit dem Mauerkontakt aber noch weiter in die Ferne als ohnehin schon. Mit Platz neun bei Rennende verpasste auch Bowman den benötigten Sieg.

Die acht im Titelkampf verbliebenen Fahrer sind: Kyle Busch, Kevin Harvick, Martin Truex Jr., Chase Elliott, Clint Bowyer, Joey Logano, Kurt Busch und Aric Almirola. Damit hat Stewart-Haas Racing alle seine vier Fahrer in die vorletzte Playoff-Stufe gebracht, die in Person von Joey Logano einen weiteren Ford-Fahrer aufweist. Toyota hat mit Truex Jr. und Kyle Busch noch zwei Eisen im Feuer. Elliott ist einziger Chevrolet-Fahrer in der "Round of 8".

Das Auftaktrennen der "Round of 8" der Playoffs steigt am kommenden Wochenende auf dem kürzesten Kurs im gesamten NASCAR-Kalender, dem nur 0,526 Meilen (846 Meter) kurzen Short-Track in Martinsville.

© Motorsport-Total.com

Posted: 22 October 2018 | 2:36 am

Frust bei Penske nach doppeltem Aus im NASCAR-Titelkampf 2018

So hatte sich man sich den Verlauf des Titelkampfs der Monster Energy NASCAR Cup Series 2018 im Lager vom Team Penske nicht vorgestellt. In der am kommenden Wochenende in Martinsville beginnenden "Round of 8" der Playoffs ist Joey Logano der einzige der drei Penske-Piloten, der noch um den Titel mitfährt. Im Gegenzug kam für Loganos Teamkollegen Brad Keselowski und Ryan Blaney beim Hollywood Casino 400 am Sonntag auf dem Kansas Speedway das Aus im Titelkampf.

Bei eben diesem letzten Rennen der "Round of 12" kamen Keselowski und Blaney auf den Plätzen sechs und sieben ins Ziel. Dies reichte ihnen nicht zum Einzug in die "Round of 8". Blaney hat den Cut letztlich um sechs Punkte verpasst, Keselowski um deren 18.

Besonders bitter: In der ersten Playoff-Stufe ("Round of 16") hatten sowohl Keselowski als auch Blaney jeweils ein Rennen gewonnen. Doch weder der Las-Vegas-Sieg für den Champion von 2012, noch Blaneys Triumph bei der Premiere auf dem Roval in Charlotte half ihnen, auch die folgende Playoff-Runde zu überstehen.

Talladega rückblickend kostspieliger als Kansas

Rückblickend war es nicht das Kansas-Rennen, sondern insbesondere das Restrictor-Plate-Rennen in Talladega am vergangenen Wochenende, das dem Team Penske gleich zweimal den Titelkampf verdarb. Dort waren Keselowski und Blaney in der Verlängerung (Overtime) zu einem späten Tankstopp an die Box gekommen und hatten anschließend nur die Plätze 27 und 29 belegt.

Nach dem Talladega-Rückschlag gingen beide außerhalb der Top 8 der Tabelle in das Kansas-Rennen. Blaney verbuchte zwar einige Führungsrunden und hat mit P3 und P2 in den Stages 1 und 2 insgesamt 17 Bonuspunkte eingefahren. Im entscheidenden Rennsegment aber streifte er in den Top 5 (zweimal) die Mauer. Platz sieben war am Ende zu wenig.

"Ich habe es einfach übertrieben, denn ich wollte an diesen Jungs dranbleiben", so der Kommentar von Blaney in Anspielung auf die spät im Rennen vorn liegenden Kevin Harvick und Chase Elliott. "Ich habe es übertrieben und bin in die Mauer gerutscht. Das geht komplett auf meine Kappe. Ob es ohne Fehler gereicht hätte, weiß ich nicht. Das Tempo der 9 und der 4 hatten wir wohl nicht ganz", so Blaney.

Teamkollege Keselowski kam am Sonntag nur strategiebedingt zu ein paar Führungsrunden, als er sowohl in Stage 2 als auch in Stage 3 seinen Green-Flag-Stop am längsten hinauszögerte. Platz sechs am Ende war aber auch für ihn zu wenig, um den Punkterückstand, mit dem er nach der Talladega-Pleite ins Rennen gegangen war, noch aufzuholen.

"Als ich Gegen Ende von Stage 1 sah, wie gut einige andere Autos lagen, war uns klar, dass wir etwas probieren mussten", so Keselowski mit Verweis auf die abweichende Strategie, die Crewchief Paul Wolfe in Form der beiden langen Green-Flag-Runs umsetzen ließ. "Wir mussten es probieren, aber es hat nicht gereicht", ärgert sich Keselowski, für den es trotz Ausscheidens aus dem Titelkampf eine erfolgreiche Saison ist.

Denn unmittelbar vor seinem Sieg beim Playoff-Auftakt in Las Vegas triumphierte der NASCAR-Champion von 2012 erstmals in seiner Karriere sowohl beim altehrwürdigen Southern 500 in Darlington als auch beim Brickyard 400 in Indianapolis. Letztgenannter Sieg war für Roger Penske der erste bei diesem Rennen. Keselowskis Las-Vegas-Sieg war dann gar der 500. Penske-Sieg überhaupt über alle Rennserien gerechnet.

"Ich bin stolz auf das, was wir in diesem Jahr erreicht haben. Wir haben drei Rennen gewonnen, aber natürlich war das ultimative Ziel der Titelgewinnen. Das werden wir in diesem Jahr nicht schaffen", muss sich Keselowski, was den Titel betrifft, auf die Saison 2019 vertrösten.

Stewart-Haas in voller Mannstärke noch im Titelkampf

Neben Blaney und Keselowski haben Kyle Larson (Ganassi-Chevrolet) und Alex Bowman (Hendrick-Chevrolet) auf dem Kansas Speedway das Weiterkommen in den Playoffs 2018 verpasst. Durch dieses doppelte Chevrolet-Aus ist Hendrick-Pilot Chase Elliott, der in der "Round of 12" gleich zwei Rennen gewann, nun der einzige noch im Titelkampf verbliebene Chevrolet-Fahrer.

Die Ford-Flotte hat zwar in Person von Keselowski und Blaney zwei Hochkaräter verloren, hat aber neben deren Penske-Teamkollege Joey Logano allen voran alle vier Fahrer von Stewart-Haas Racing - Kevin Harvick, Clint Bowyer, Kurt Busch und Aric Almirola - noch im Titelrennen dabei. Vervollständigt wird das Achterpack von den beiden Toyota-Fahrern, die im vergangenen Jahr den Titel unter sich ausmachten: Martin Truex Jr. (Furniture Row) und Kyle Busch (Gibbs).

© Motorsport-Total.com

Posted: 22 October 2018 | 2:16 am

Trotz Vettel-Patzer: Räikkönen vertagt Hamiltons WM-Party

Sebastian Vettel sah betreten zu, wie Lewis Hamilton Austin-Überraschungssieger Kimi Räikkönen genüsslich mit Champagner vollspritzte.

Die WM-Entscheidung zugunsten Hamiltons ist nach dem ersten Formel-1-Erfolg von Vettels Ferrari-Teamkollege seit 2044 Tagen vertagt. (Service: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Dank eines weiteren Patzers von Vettel beim Großen Preis der USA kann Mercedes-Star Hamilton den angestrebten fünften WM-Titel schon nächste Woche in Mexiko mit Platz sieben perfekt machen.

Hamilton gratuliert Sieger Räikkönen

"Glückwunsch an Kimi, er hat eine großartige Leistung gezeigt und keinen Fehler gemacht", sagte Hamilton also und war selber nicht unzufrieden über seinen dritten Platz.

"Mehr war nicht drin am Ende", sagte der 33-Jährige, der wegen abbauender Reifen einen Boxenstopp mehr einlegen musste als die Konkurrenten an der Spitze: "Ich bin happy, in die Top drei gekommen zu sein."

Vettel vertagte die WM-Entscheidung zwar mit seinem vierten Platz, doch Hamiltons Krönung ist nur aufgeschoben. "Wir werden weiter hart pushen", sagte er. Zweiter wurde Max Verstappen nach einer Galavorstellung, der Niederländer raste im Red Bull von Startplatz 18 auf das Podium.

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Frustrierter Vettel hadert mit sich

Während "Iceman" Räikkönen seinen Triumph ganz cool genoss, mit dicker Sonnenrille auf der Nase während der Siegerehrung, war Vettel völlig frustriert.

"Klar bin ich auch auf mich selber sauer. Das muss nicht sein. Ich muss es mir noch einmal anschauen", sagte der Heppenheimer bei RTL, nachdem er sich kurz nach dem Start einen unnötigen Dreher geleistet hatte. "Wir hätten heute mehr Kapital aus den Schwächen der Mercedes schlagen können", sagte er: "Im Moment überwiegt die Enttäuschung."

Vettel lieferte erneut kein sauberes Rennen ab - wie so oft in dieser Saison. Nachdem er wegen einer Strafe nur von Platz fünf gestartet war, wollte sich der Ex-Weltmeister nach wenigen Metern dann an Daniel Ricciardo im Red Bull vorbeiquetschen, doch dabei ging er wie so oft in dieser Saison zu viel Risiko ein.

Die beiden ehemaligen Teamkollegen kollidierten, Vettel fiel zurück und musste eine verzweifelte Aufholjagd starten.

Ferrari-Teamkollege leistet Schützenhilfe

Umso bitterer, weil Räikkönen im zweiten Ferrari seinem Kumpel Schützenhilfe gab. Der Finne, auf den weicheren Ultrasoft-Reifen gestartet, drängte sich in der ersten Kurve an Polesetter Hamilton vorbei. Dank eines cleveren Boxenstopps während der Safety-Car-Phase verlor Hamilton aber deutlich weniger Zeit bei seinem Stopp und übernahm wieder die Führung.

Allerdings bauten Hamiltons Pneus dann massiv ab - auch weil er vor Räikkönens Stopp einige Zeit lang hinter diesem herfuhr und dabei wertvolle Zeit verlor. Hamilton musste sich deshalb neue Reifen holen und kam nur drei Sekunden vor Vettel wieder auf die Strecke. Seinen Kollegen Valtteri Bottas vor ihm "überholte" er schnell, danach jagte er Verstappen und Räikkönen vergeblich. Nico Hülkenberg wurde im Renault Sechster.

Trotz des kleinen Rückschlags in den USA steuert Hamilton weiter auf seinen fünften WM-Titel zu. Holt der 33-Jährige in Mexiko fünf Punkte, ist ihm die WM nicht mehr zu nehmen. Bereits in der Vorsaison hatte der Brite die WM in Mexiko-Stadt perfekt gemacht. (Service: Der Rennkalender der Formel 1)

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USA-GP: Zwei F1-Fahrer disqualifiziert

Posted: 22 October 2018 | 1:45 am

Zwei F1-Fahrer in Austin nachträglich disqualifiziert

Nach dem Großen Preis der USA sind Kevin Magnussen und Esteban Ocon von der Rennleitung nachträglich disqualifiziert worden. (Der Große Preis der USA im LIVETICKER zum Nachlesen)

Magnussen, der im Haas als Neunter ins Ziel kam, hatte während des Rennens mehr als die erlaubten 105 Kilogamm Benzin verbraucht und wurde daher folgerichtig aus der Wertung genommen. (Service: Die Fahrerwertung der Formel 1). Der Däne zeigte sich nach der Entscheidung wenig einsichtig.

"Wir waren wohl eher in der Formel Spritsparen unterwegs. Wir haben 0,1 Kilogramm zu viel Sprit verbraucht und wurden disqualifiziert. Regeln sind Regeln, wir müssen es besser machen", sagte Magnussen nach dem Rennen. 

Ericsson, Hartley und Perez profitieren

Wenige Minuten zuvor wurde bereits der achte Rang von Force-India-Pilot Esteban Ocon aberkannt, da er in der ersten Runde eine zu hohe Benzin-Durchflussmenge hatte.

Profiteure der Disqualifikationen sind Toro-Rosso-Pilot Brendon Hartley und Marcus Ericsson im Sauber, die in die Punkteränge nachrückten. Zum ersten Mal seit 2011 wurden zwei Fahrer nachträglich aus der Wertung genommen. Zudem rückte Ocons Teamkollege Sergio Perez im Force India von ursprünglich Rang neun eine Position nach vorne.

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Posted: 22 October 2018 | 1:11 am