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WM absagen? "Das ist ein kritischer Zeitpunkt"

Angesichts der hohen Corona-Fallzahlen hat sich eine kontroverse öffentliche Debatte über die Handball-WM entwickelt.

Auch einige Profis hatten sich zuletzt zu dem Thema geäußert - allerdings ganz unterschiedlich. Während sich mit Kapitän Uwe Gensheimer, Torhüter Johannes Bitter und Rechtsaußen Timo Kastening drei DHB-Stars tendenziell pro WM aussprachen, gab es vor allem von Spielerseite des THW Kiel (Hendrik Pekeler, Patrick Wiencek, Steffen Weinhold, Domagoj Duvnjak) Gegenwind.

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Marc-Henrik Schmedt sieht die Austragung des Mega-Turniers in Ägypten mit 32 Teams kritisch. "Es ist so, dass die Ausrichtung der Weltmeisterschaft in die Corona-Hochphase fällt. Das ist natürlich ein kritischer Zeitpunkt", sagte der Geschäftsführer des SC Magdeburg bei SPORT1.

Selbst wenn sich alle Beteiligten in einer Blase abschotten würden, bleibe ein Restrisiko. "Wenn da 32 Mannschaften zusammenkommen – man kann pro Team mit rund 50 Personen rechnen – und die Medienvertreter, reden wir von 2000 bis 3000 Menschen. Man kann das Risiko minimieren, aber kein Hygienekonzept der Welt kann absolute Sicherheit bieten."

Handball-WM: Schmedt äußert Befürchtung

Auch wenn er keine Zweifel an der professionellen Organisation des ägyptischen Verbands habe, "bleibt zu befürchten, dass es wie bei anderen gesellschaftlichen Begegnungen auch hier zu Infektionen kommen kann. Daher befürchte ich leider auch, dass der breite mediale Fokus mehr auf eventuellen Infektionen als auf dem sportlichen Geschehen liegen wird."

Besondere Vorgaben brauche er seinen Spielern - sollte das Turnier stattfinden - nicht mitgeben. Schließlich würden sie seit Monaten nichts anderes machen, als sich coronakonform zu verhalten.

Auch sonst haben die Klubs wenig Einfluss: "Rechtlich sieht es Stand heute so aus, dass wir zur Abstellung verpflichtet sind. Ich kann nur jedem Spieler sagen, dass er das Risiko für sich abwägen muss", erklärte Schmedt. Er unterstütze allerdings "vollumfänglich die Idee, die Weltmeisterschaft um ein Jahr zu verschieben."

Günther verweist auf Abstellpflicht der Klubs

Karsten Günther, Geschäftsführer beim SC DHfK Leipzig, betonte bei SPORT1, er kenne weder das genaue Hygienekonzept der Veranstalter, noch sei er mit der Pandemie-Lage in Ägypten vertraut (Der Spielplan der HBL).

"Ich setze darauf, dass die Verantwortlichen beim DHB im Sinne der Sportler, die dort hinfahren, alles wirklich zu 100 Prozent und sehr, sehr kritisch prüfen. Wenn sie zu dem Urteil kommen, dass die WM zu verantworten ist und wir gemeinsam einen Plan erarbeiten, wie mit Vor- und Nach-Quarantäne Ansteckungsgefahren minimiert werden können, dann wäre es scheinheilig, die WM zu kritisieren", sagte Leipzigs Boss.

Günther betonte außerdem, "welche herausragende Bedeutung solch ein Großereignis für unsere Sportart hat." Man könne nicht einfach sagen, dass das Turnier nicht stattfinden kann, so der Funktionär - auch wenn es für seinen Verein einfacher wäre.

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"Natürlich wäre es am besten, wenn wir uns auf unsere Bundesliga-Spiele konzentrieren könnten und ansonsten wäre nichts drumherum. Aber so funktioniert Handball nicht, da gehört auch eine WM dazu. Aber da haben wir noch viel Arbeit vor uns."

Auch Günther verwies auf die Abstellpflicht und machte deutlich: "Wir begleiten unsere Jungs in sehr vielen Fragen – das werden wir auch bei dieser Frage so handhaben. Da muss jeder Spieler selbst bewerten: Kann er das? Will er das? Welche Folgen hätte das für seine Karriere, für seine Gesundheit? Da werden wir an der Seite unserer Spieler stehen."

Posted: 28 November 2020 | 5:43 pm

Vendee Globe: Mitfavorit Thomson muss aufgeben

Köln (SID) - Boris Herrmann hält sich bei der Vendee Globe als Achter in den Top Ten, für Mitfavorit Alex Thomson ist die wohl härteste Segelregatta der Welt dagegen vorzeitig beendet. Schäden am Steuerbord-Ruder machen eine Fortsetzung der Weltumrundung für den Briten, der in der vergangenen Woche zwischenzeitlich die Führung übernommen hatte, unmöglich. Schon zuvor hatte den 46-Jährigen ein strukturelles Problem an Bord zurückgeworfen.

Die Reise bei der Vendee Globe ist nonstop und ohne Hilfe einmal um die Welt rund 45.000 Kilometer lang. Dabei soll die Marke von 70 Tagen geknackt werden. 27 Männer und sechs Frauen sind am 8. November an den Start gegangen.

Posted: 28 November 2020 | 5:38 pm

S04-Youngster gibt Debüt - Startelf-Comeback von Zakaria

Es droht Nummer 25! Der FC Schalke 04 kämpft im Duell bei Borussia Mönchengladbach um das Ende der Sieglosserie. (Bundesliga: Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 am Samstag ab 18.30 Uhr im LIVETICKER)

Durch das 0:2 gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Spieltag hatten die Knappen ihr 24. Spiel in Folge ohne Sieg bestritten. Bis zum Negativrekord von Tasmania Berlin sind es noch sieben Partien.

Ob es Schalke ausgerechnet beim Rivalen aus Nordrhein-Westfalen schafft, die Trendwende einzuleiten, darf stark bezweifelt werden. Denn die Gastgeber kommen mit mächtig Rückenwind aus der Champions-League-Woche. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

Gladbach fertigt Donezk ab

Am Mittwoch hatten die Fohlen Schachtar Donezk mit 4:0 vom Platz gefegt und ihre Chancen auf die K.o.-Runde eindrucksvoll gewahrt.

Im Vergleich zum Donezk-Spiel nahm Rose vier Veränderungen in der Startelf vor. Denis Zakaria steht erstmals nach überstandener Verletzung wieder von Beginn am auf dem Rasen. 

In der Bundesliga wartet Gladbach diesen Monat jedoch noch auf einen Dreier. Zuletzt gab es eine Niederlage in Leverkusen und ein Remis gegen Augsburg.

Der CHECK24 Doppelpass mit Benedikt Höwedes und Steffen Freund am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Schalke muss nach der Chaos-Woche mit dem Aus von Kaderplaner Michael Reschke und Vedad Ibisevic auf Salif Sané, Ralf Fährmann, Goncalo Paciencia und Rabbi Matondo verzichten. Als Reaktion auf die Personalnot zog Baum in dieser Woche fünf Nachwuchsspieler zu den Profis hoch.

Matthew Hoppe (19) steht in Gladbach sogar in der Startelf.

Die Aufstellungen:

Gladbach: Sommer - Lazaro, Ginter, Jantschke, Wendt - Zakaria, Neuhaus - Herrmann, Plea, Thuram - Embolo
Schalke: Rönnow - Thiaw, Nastasic, Kabak, Ludewig - Mascarell - Uth, Serdar, Raman - Hoppe, Skrzybski

So können Sie Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 in der Bundesliga LIVE verfolgen: 

TV: Sky
Stream: Sky Go
Liveticker: Bundesliga-Liveticker bei SPORT1.de und SPORT1 App

Posted: 28 November 2020 | 5:37 pm

Union verspielt frühe Führung gegen Frankfurt - Traumtor von Kruse

Berlin (SID) - Überraschungsteam Union Berlin hat sechs Tage vor dem großen Hauptstadt-Derby den nächsten Bundesliga-Erfolg etwas unnötig verspielt. Trotz früher 2:0-Führung kamen die Köpenicker gegen die Remis-Könige von Eintracht Frankfurt nur zu einem 3:3 (2:2) und verpassten so den vierten Sieg nacheinander. Ex-Nationalspieler Max Kruse (82.) sicherte mit einem Traumtor einen Punkt. 

Die Berliner bleiben auch in der achten Partie in Folge ungeschlagen. Nach schnellen Toren von Robert Andrich (2.) und Kruse (6., Foulelfmeter) brachte Portugals Nationalspieler Andre Silva (27./37.) die Frankfurter per Doppelpack wieder ins Spiel. Bas Dost (79.) traf zum zwischenzeitlichen 3:2 für die Gäste. 

Aufgrund des Spielverlaufes ein ärgerliches Ergebnis für Union, das am kommenden Freitag (20.30 Uhr/DAZN) bei Hertha BSC um die inoffizielle Stadtmeisterschaft spielt. Für die Eintracht war es schon das sechste Unentschieden in dieser Saison und das vierte in Serie. 

Da vor der Partie Union dank des tollen Saisonstarts auf Europa-League-Rang sechs gestanden hatte, waren in der Hauptstadt bereits erste Rufe nach dem Europapokal laut geworden, die Union-Trainer Urs Fischer aber nicht hören wollte. "Es ist doof! Doof und dumm, über Europa nachzudenken!", hatte er unter der Woche geschimpft. 

Im Stadion An der Alten Försterei setzte Union die Gäste zu Beginn mit aggressivem Pressing unter Druck, was sich früh auszahlte. Eine vermeintlich harmlose Hereingabe von Marcus Ingvartsen rutschte Eintracht-Torwart Kevin Trapp aus den Händen, ehe Andrich den Abpraller über die Linie drückte. Nur Minuten danach kam Unions Stoßstürmer Taiwo Awoniyi im Zweikampf mit Martin Hinteregger im Strafraum zu Fall - Kruse verwandelte der fälligen Elfmeter sicher. 

Frankfurt kam zunächst kaum durch die Defensivreihen der Gastgeber und leistete sich weiter Nachlässigkeiten im Rückwärtsgang. Lediglich Trapp, der gegen Awoniyi (11.) stark parierte und dann eine Doppelchance von Kruse und Awoniyi (15.) in höchster Not entschärfte, hielt die Hessen in dieser Phase im Spiel. 

Da die Berliner ihre Möglichkeiten aber nicht nutzten, gab sich Frankfurt nicht auf und wurde wesentlich besser. Der agile Silva schob erst einen langen Querpass Daichi Kamadas zum Anschluss ein, bevor er nach Freistoß von Filip Kostic den Ausgleich köpfte.

Nach der Pause waren die Unioner, die sich davor vom Aufschwung der Frankfurter etwas beeindruckt gezeigt hatten, wieder zwingender in ihren Aktionen und hatten mehr Drang nach vorne. Aber die Eintracht blieb gefährlich. Nur mit Mühe lenkte Unions Keeper Andreas Luthe einen Kopfball von Bas Dost (52.) über die Latte, 16 Minuten danach zielte Silva nur zwei Meter links am Gehäuse vorbei. Abgefunden hatte sich keine der Mannschaften mit nur einem Punkt, beide suchten in der Schlussphase die Lücke für den finalen Angriff.

Posted: 28 November 2020 | 5:26 pm

BVB blamiert sich gegen Köln

Blamage für den BVB!

Borussia Dortmund hat gegen den bislang sieglosen 1. FC Köln eine überraschende 1:2 (0:1)-Heimpleite kassiert.

In der Tabelle rutschten die Dortmunder durch die dritte Saisonniederlage auf Platz drei ab, Köln verließ nach dem ersten Sieg seit 18 Spielen die Abstiegszone. (Tabelle der Bundesliga)

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"Ich bin tief enttäuscht, natürlich, wir verlieren zu Hause gegen Köln", sagte BVB-Trainer Lucien Favre bei Sky knapp.

Passlack: "Am Ende stehen null Punkte"

"Natürlich gibt es solche Nachmittage, aber vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir viele Fehlpässe und konnten uns keine klaren Torchancen herausspielen", sagte Dortmunds Felix Passlack. "In der zweiten Halbzeit haben wir noch mal alles versucht, alles nach vorne geschoben, aber am Ende stehen trotzdem null Punkte."

Ellyes Skhiri (9.) schockte die Dortmunder mit dem Kölner Führungstreffer nach einer Ecke. Nach ähnlichem Muster markierte erneut Skhiri (60.) nach einer Ecke den zweiten Kölner Treffer. (Spielplan der Bundesliga)

"Grundsätzlich gilt natürlich, dass wir Manndeckung spielen und da muss man bei seinem Mann sein", haderte Passlack mit den Gegentreffern.

Moukoko feiert Heimdebüt für BVB

BVB-Youngster Youssoufa Moukoko feierte mit seiner Einwechslung in der 68. Minute sein Heimdebüt - und sorgte gleich für Belebung in der Dortmunder Offensive. Auch am Anschlusstreffer durch Thorgan Hazard (74.) war der 16-Jährige beteiligt. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

In der Nachspielzeit verpasste Erling Haaland zwei Meter vor dem leeren Tor die Riesenchance auf den Ausgleich (90.+5).

Bei den Kölnern war die Erleichterung nach dem ersten Dreier seit März riesig. "Das heute der Zeitpunkt ist, hätten die Wenigsten geglaubt. Wir sind arg dezimiert angereist. Wir haben gestern noch zwei Jungs im Abschlusstraining verloren. Aber wie sich die Jungs gegen einen eigentlich übermächtigen Gegner reingehängt haben, war sensationell. Ich bin mächtig stolz auf die Jungs", sagte Keeper Timo Horn.

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Sancho scheitert an der Latte

Favre nahm angesichts der hohen Belastungen gegenüber dem überzeugenden Erfolg in der Champions League gegen den FC Brügge (3:0) gleich fünf Veränderungen vor. Die Gastgeber legten mit dem frischen Personal erwartungsgemäß sofort den Vorwärtsgang ein und hätten beinahe früh gejubelt. Jadon Sancho traf aber nur die Latte (4.).

Danach war es mit der Dortmunder Herrlichkeit aber erst einmal vorbei. Behäbig im Aufbau, schwach in den Zweikämpfen - beim BVB lief nicht viel zusammen. Die mutig und kompakt auftretenden Gäste bestraften die Dortmunder Nachlässigkeiten. Nach einer Ecke von Ondrej Duda und einer Kopfballverlängerung von Marius Wolf drückte Skhiri den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.

Die Führung gab dem Außenseiter sichtlich Selbstvertrauen. Auch ohne Mittelstürmer Sebastian Andersson (Knieprobleme) spielten die Kölner beherzt nach vorne und stellten die BVB-Defensive vor einige Schwierigkeiten. Besonders der schnelle Ismail Jakobs sorgte über die linke Seite für Unruhe.

Haaland zunächst unauffällig - dann glücklos

Und Dortmund? Tat sich schwer. Bis auf eine Ausnahme hatte die Kölner Abwehr Torjäger Erling Haaland in der ersten Halbzeit gut im Griff. Nach einem schönen Zuspiel von Kapitän Marco Reus verzog Haaland mit seinem schwächeren rechten Fuß (26.). Dem BVB-Spiel mangelte es insgesamt an Tempo und Ideen. Abwehrchef Mats Hummels stand bei seinem Kopfballtreffer zudem im Abseits (30.).

Nach dem Wechsel erhöhte der BVB den Druck. Einen Freistoß von Reus parierte FC-Torhüter Timo Horn mit etwas Mühe (49.). Nationalspieler Emre Can verzog zwei Minuten später knapp.

Dortmund drängte die Kölner nun tief hinten rein. Im Gegensatz zum ersten Durchgang verschafften sich die Gäste nur selten Entlastung. Großchancen ließen sie aber zunächst weiterhin nicht zu, auch weil Sebastiaan Bornauw und Rafael Czichos meist die Lufthoheit im eigenen Strafraum hatten.

Skhiri düpiert den BVB erneut nach einer Ecke

Mitten in die kleine Drangphase der Gastgeber schlug der FC zu. Es war eine Kopie des Führungstreffers. Wieder schlug Duda eine Ecke rein, wieder verlängerte der Ex-Dortmunder Wolf und wieder traf Skhiri aus kurzer Distanz.

Favre setzte nun alles auf eine Karte. Hazard, Giovanni Reyna und Moukoko kamen. Der erst 16-jährige Moukoko vergab kurz nach seiner Einwechslung die Chance zum Anschluss (70.). Wenig später erzwang der BVB einen frühen Kölner Ballverlust, Hazard drang in den Strafraum ein und blieb eiskalt. Und Dortmund drückte nun noch einmal, kam auch zu Abschlüssen. Doch Haaland wurde geblockt (86.), und Hummels scheiterte aus kurzer Distanz an Timo Horn (87.) - und erneut Haaland (90.+5) vergab aus nur einem Meter.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

Posted: 28 November 2020 | 5:26 pm

Leipzig rückt vor, Bielefeld hadert

RB Leipzig hat in der Fußball-Bundesliga zu Hause seine weiße Weste behalten und liegt im Spitzenkampf weiter gut im Rennen. Die Elf von Trainer Julian Nagelsmann setzte sich gegen Arminia Bielefeld ohne Glanz, aber am Ende verdient mit 2:1 (1:0) durch und feierte im fünften Heimspiel den fünften Sieg (Spielplan der Bundesliga).

Der Spanier Angelino mit seinem vierten Saisontor (29.) und Christopher Nkunku (47.) erzielten die Tore für RB. Fabian Klos (75.) verkürzte zum 1:2. Leipzigs Stürmer Alexander Sörloth (73.) vergab einen Foulelfmeter (Tabelle der Bundesliga).

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Bei Aufsteiger Bielefeld werden die Sorgen immer größer. Die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus zeigte durchaus eine ansprechende Leistung, kassierte aber die siebte Niederlage in Folge und rutschte in der Tabelle tiefer in den Abstiegsstrudel (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Bielefelds Klos durchbricht Negativserie

"Die Leistung stimmt mich positiv. Im vergleich zu den letzten Spielen war es auf jeden Fall eins Schritt nach vorne. Offensiv war es deutlich besser. Am Ende ist es ärgerlich, dass wir keinen Punkt holen", haderte Bielefelds Kapitän Fabian Klos. "Wir dürfen uns jetzt aber nicht verrückt machen lassen." 

Immerhin für den Stürmer gab es eine positive Nachricht. Er traf in seinem neunten Bundesliga-Spiel zum ersten mal und überwand seine Negativserie. "Ich habe das Toreschießen wohl doch nicht verlernt", sagte er schmunzelnd. "Ich kann mich aber nicht richtig darüber freuen, dass ich getroffen habe. "

Nagelsmann rotiert bei Leipzig

Nagelsmann rotierte kräftig durch, der Coach änderte die Startelf im Vergleich zum 0:1 bei Paris St. Germain gleich auf sechs Positionen. So kam der erst 18 Jahre Lazar Samardzic im Mittelfeld zum Einsatz. Der Ex-Herthaner fügte sich gut ein und bereitete das 1:0 sehenswert vor, im Zweikampf war der U20-Nationalspieler aber einige Male nicht abgezockt genug.

Bielefeld zeigte sich nach dem 1:2 bei Bayer Leverkusen ohne eigenen Torschuss deutlich verbessert, war viel aktiver und bereitete RB mit seiner Kompaktheit einige Probleme. In der Offensive fehlte den Ostwestfalen jedoch etwas die Durchschlagskraft. Der Japaner Ritsu Doan, großer Unruheherd, vergab zwei gute Torchancen (8./45.). "In der ersten Halbzeit müssen wir schon ein Tor machen. Es würde uns sehr gut tun mal in Führung zu gehen", meinte Klos. 

Mehr und mehr fand die neue Leipziger Formation aber zusammen und wurde vor allem über die linke Seite mit Angelino immer gefährlicher. Samardzic setzte den kleinen Spanier nach einer halben Stunde mit einem gefühlvollen Pass in die Tiefe in Szene, und der Flügelspieler vollstreckte abgeklärt zum 1:0.

Joker Nkunku trifft sofort

Nach dem Wechsel brachte sich Bielefeld selbst weiter ins Hintertreffen. Beim Versuch, trotz den hohen Pressings der Leipziger hinten heraus mit spielerischen Mitteln zu agieren, war ein Rückpass von Amos Pieper auf Keeper Stefan Ortega zu ungenau. Der aufmerksame Dani Olmo sprintete dazwischen und legte für den eingewechselten Nkunku auf, und der Franzose erhöhte mit einem satten Schuss auf 2:0.

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Mit zunehmender Spielzeit wechselte Nagelsmann kräftig durch und brachte Leistungsträger wie Marcel Sabitzer und Emil Forsberg. Für die endgültige Entscheidung hätte allerdings Stürmer Sörloth sorgen müssen. Der Norweger wurde im Strafstoß von Pieper von den Beinen geholt und trat selbst zum fälligen Elfmeter an. Allerdings war Keeper Ortega zur Stelle.

Der Neuzugang wartet damit weiterhin auf sein erstes Erfolgserlebnis im Trikot der Sachsen. 

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Fast im Gegenzug war dann Bielefeld nochmal am Zug und machte es wieder spannend. Klos verkürzte mit seinem ersten Bundesliga-Tor auf 1:2, Bielefeld hoffte nun wieder.

Posted: 28 November 2020 | 5:25 pm

Kruse-Traumtor rettet Union! Tor-Spektakel bleibt ohne Sieger

Max Kruse hat mit einem Traumtor dem Überraschungsteam Union Berlin in einer verrückten Bundesliga-Partie einen Punkt gerettet.

Die Berliner trennten sich von Eintracht Frankfurt mit 3:3 (2:2) und verpassten somit den vierten Sieg in Folge. Immerhin ist Union seit acht Partien in Folge ungeschlagen. (Tabelle der Bundesliga)

Die Frankfurter konnten dagegen auch im sechsten Spiel in Folge keinen Sieg einfahren, obwohl sie in der Partie einen schnellen 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung gedreht hatten.

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Ja, das ist natürlich bitter, wenn man ein Spiel so anfängt und schnell 0:2 zurückliegt. Es hätte auch 0:3 oder 0:4 stehen können. Daher müssen wir am Ende zufrieden sein", sagte Frankfurts Stürmer Bas Dost bei Sky.

Kruse und Silva mit Doppelpack

Nach schnellen Toren von Robert Andrich (2.) und Kruse (6., Foulelfmeter) brachte Portugals Nationalspieler Andre Silva (27./37.) die Frankfurter per Doppelpack wieder ins Spiel. Dost (79.) traf schließlich sogar zum zwischenzeitlichen 3:2 für die Gäste. 

Am Ende sicherte Ex-Nationalspieler Max Kruse (82.) Union mit einem Traumtor doch noch einen Punkt. Für die Eintracht war es schon das sechste Unentschieden in dieser Saison und das vierte in Serie. 

"Der Max Kruse, ich habe mit dem auch schon gespielt, der kann einfach gut schießen - ein Traumtor", sagte Dost anerkennend nach der Partie.

Union Berlin liegt nach dem Remis mit 16 Punkten auf Rang sechs, Frankfurt mit vier Zählern weniger auf dem Konto auf Rang neun. (Spielplan der Bundesliga)

Fischer genervt: "Doof und Dumm"

Da vor der Partie Union dank des tollen Saisonstarts auf Rang sechs gestanden hatte, waren in der Hauptstadt bereits erste Rufe nach dem Europapokal laut geworden, die Union-Trainer Urs Fischer aber nicht hören wollte. "Es ist doof! Doof und dumm, über Europa nachzudenken!", hatte er unter der Woche geschimpft. 

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Im Stadion An der Alten Försterei setzte Union die Gäste zu Beginn mit aggressivem Pressing unter Druck, was sich früh auszahlte. Eine vermeintlich harmlose Hereingabe von Marcus Ingvartsen rutschte Eintracht-Torwart Kevin Trapp aus den Händen, ehe Andrich den Abpraller über die Linie drückte.

Nur Minuten danach kam Unions Stoßstürmer Taiwo Awoniyi im Zweikampf mit Martin Hinteregger im Strafraum zu Fall - Kruse verwandelte den fälligen Elfmeter sicher. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Trapp hälft Eintracht im Spiel

Frankfurt kam zunächst kaum durch die Defensivreihen der Gastgeber und leistete sich weiter Nachlässigkeiten im Rückwärtsgang.

Lediglich Trapp, der gegen Awoniyi (11.) stark parierte und dann eine Doppelchance von Kruse und Awoniyi (15.) in höchster Not entschärfte, hielt die Hessen in dieser Phase im Spiel. 

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Da die Berliner ihre Möglichkeiten aber nicht nutzten, gab sich Frankfurt nicht auf und wurde wesentlich besser. Der agile Silva schob erst einen langen Querpass Daichi Kamadas zum Anschluss ein, bevor er nach Freistoß von Filip Kostic den Ausgleich köpfte.

Luthe rettet gegen Dost

Nach der Pause waren die Unioner, die sich davor vom Aufschwung der Frankfurter etwas beeindruckt gezeigt hatten, wieder zwingender in ihren Aktionen und hatten mehr Drang nach vorne. Aber die Eintracht blieb gefährlich.

Nur mit Mühe lenkte Unions Keeper Andreas Luthe einen Kopfball von Dost (52.) über die Latte, 16 Minuten danach zielte Silva nur zwei Meter links am Gehäuse vorbei.

Abgefunden hatte sich keine der Mannschaften mit nur einem Punkt. Beide suchten in der Schlussphase die Lücke für den finalen Angriff, doch am Ende blieb es beim 3:3-Unentschieden.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

Posted: 28 November 2020 | 5:24 pm

Freiburgs Negativserie hält an

Der kriselnde SC Freiburg hat seine Sieglos-Serie in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt und muss sich immer mehr mit dem Abstiegskampf beschäftigen. Trotz einer beherzten Leistung kam die Mannschaft von Trainer Christian Streich am neunten Spieltag beim FC Augsburg nicht über 1:1 (0:0) hinaus (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Vincenzo Grifo hatte die Freiburger mit seinem dritten Saisontor verdient in Führung gebracht (64.), doch Ruben Vargas gelang nach einem abgefälschten Schuss (80.) in der Schlussphase noch der Ausgleich. Die Breisgauer warten nach dem achten Spiel in Folge ohne Sieg weiter auf den erhofften Befreiungsschlag (Spielplan der Bundesliga).

Mit nur sieben Punkten steckt die Streich-Elf weiter im Tabellenkeller fest. Die Augsburger und Trainer Heiko Herrlich bleiben mit zwölf Zählern im gesicherten Mittelfeld (Tabelle der Bundesliga).

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Im Vorfeld forderte Streich ein "anderes Gesicht" von seiner Mannschaft, in den drei Partien zuvor hatte sie zehn Gegentore kassiert. Im Vergleich zum schwachen 1:3 gegen den bis dahin sieglosen FSV Mainz 05 rotierte der SC-Trainer kräftig durch, veränderte seine Startelf auf vier Positionen. Herrlich musste nur den am Sprunggelenk verletzten Alfred Finnbogason durch Andre Hahn ersetzen.

In Augsburg setzten die Freiburger in der Anfangsphase die Vorgaben ihres Trainers konsequent um. Robuste Zweikämpfe und defensive Stabilität auf beiden Seiten prägten die erste Halbzeit. Keine Mannschaft ging zunächst das letzte Risiko ein, in der Nähe des Strafraums fehlte meist die zündende Idee oder die Genauigkeit bei den Pässen.

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Die Freiburger verzeichneten ein leichtes Übergewicht, Strafraumszenen blieben aber Mangelware. Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die bis dahin harmlosen Augsburger deutlich mutiger. Ein Kopfball von Hahn, der wie Rani Khedira sein 100. Bundesligaspiel für den FCA absolvierte, ging aus knapper Abseitsposition haarscharf vorbei. 

Auf der Gegenseite verstolperte Startelf-Debütant Ermedin Demirovic eine aussichtsreiche Konterchance für die Freiburger. Kurz darauf belohnten sich die Gäste mit der Führung. Nicolas Höfler in seinem 200. Pflichtspiel für den SC bediente Grifo nach einem starken Solo mit einer perfekten Flanke, dieser ließ aus kurzer Distanz Rafal Gikiewicz im Tor der Augsburger keine Chance.

Der eingewechselte Michael Gregoritsch hatte mit einem abgefälschten Volleyschuss nach einem Eckball (75.) den Ausgleich für die Gastgeber auf dem Fuß. Dieser gelang kurz darauf Vargas, der mit einem abgefälschten Schuss durch Jonathan Schmid traf.

Posted: 28 November 2020 | 5:23 pm